11/10/2026
Besuch aus dem hohen Norden trumpft in Bramfeld auf
Man könnte meinen, der Halbmarathon rund um den Bramfelder See sei vor allem eine Veranstaltung für Einheimische – also für Hamburgerinnen und Hamburger. Doch weit gefehlt: Bei der 35. Auflage standen gleich mehrere Gäste aus dem noch höheren Norden auf dem Podest. Genauer gesagt zeigte ein Quartett der TriVelos Flensburg der Konkurrenz auf zwei der drei Distanzen die Hacken.
Nach vier Runden überquerten Niklas Issem und Fabian Sommer die Ziellinie des Halbmarathons gemeinsam. Die Zeitnahme wies für beide 1:18:22 h aus. Ob einer vielleicht doch eine Fuß- oder Nasenspitze vorn hatte, spielte keine Rolle: Der gemeinsame Zieleinlauf war offensichtlich genau so geplant; sportlich war es ein gemeinsamer Erfolg.
Für Issem stand ohnehin die Zeit im Mittelpunkt. Er war von Flensburg nach Hamburg gereist, um mit Unterstützung seines Tempomachers Fabian Sommer die 1:20-Stunden-Marke zu unterlaufen. Das gelang deutlich.
„Fabian ist ein guter Freund. Ich habe ihn mal darum gebeten“, erklärte Issem nach dem gemeinsamen Zieleinlauf. „Es hat sich heute extrem gut angefühlt. Ich habe schon in der dritten Runde gemerkt, dass da heute ein bisschen mehr drin ist. Und das haben wir dann auch ausgenutzt.“
Zunächst hatte Luigi Babusci das Feld über die 21,1 km zwei Runden lang angeführt. In der dritten Runde schlossen Issem und Sommer zu ihm auf. Mitte der Schlussrunde setzten sie sich schließlich von dem Italiener ab, der für die BSG Siemens Hamburg startete.
Warum Issem seine Jagd auf die 1:20-Stunden-Marke ausgerechnet beim Bramfelder Halbmarathon anging? Vor allem wegen des Termins. „Andere Wochenenden haben nicht gut gepasst. Da war Bramfeld der einzige, der sich für uns angeboten hat.“
Und Issem hatte gleich doppelt Grund zur Freude: Bei den Frauen triumphierte seine Freundin Jette Nordmann in 1:23:48 h. Auf weiten Teilen der Strecke war sie allerdings allein unterwegs; nach gut zehn Kilometern kamen Seitenstiche hinzu. „Eigentlich wollte ich eine 1:21 oder 1:22 laufen“, erzählte sie. Ihre persönliche Bestzeit verpasste sie zwar um 28 s, im Ziel wirkte sie aber dennoch zufrieden.
Über 10 km sorgte ihre Schwester Johanna Nordmann für den nächsten Erfolg der TriVelos. Bei kühlem, aber durchaus angenehmem Herbstwetter gewann sie in 35:31 Min.
Bei den Männern war Tobias Lutter von Kopperschmidt Service Hamburg in 35:02 Min. der Schnellste. Über 5 km siegte Christopher Petermann vom VAF in 17:11 Min.
Bemerkenswert war auch der Sieg bei den Frauen: Mit Emma Walk setzte sich eine Läuferin durch, die noch in der Altersklasse WU12 startet. Die Athletin vom FC St. Pauli Triathlon erreichte nach 19:54 Min. das Ziel.